Nahrungsergänzungsmittel für die Leber: Tipps für Deine Gesundheit

Hier Erfährst Du mehr zum Thema Nahrungsergänzungsmittel für die Leber: Tipps für Deine Gesundheit, erst ein Überblick und dann die Details.

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Nahrungsergänzungsmittel können eine wertvolle Unterstützung für die Gesundheit Deiner Leber sein. Liegt Dir eine gesunde Leber am Herzen, ist es wichtig, die richtigen Inhaltsstoffe zu wählen und potenzielle Risiken zu kennen. In diesem Artikel erfährst Du, wie Nahrungsergänzungsmittel Deine Leber unterstützen können und worauf Du dabei achten solltest.

Gliederung

Warum die Leber bei Nahrungsergänzungsmitteln besonders wichtig ist

Die Funktionen Deiner Leber

Deine Leber ist eines der wichtigsten Entgiftungsorgane Deines Körpers. Sie speichert Nährstoffe, bildet Eiweiße, Galle und Cholesterin und baut zahlreiche Stoffe ab, die Dein Körper nicht mehr benötigt – darunter Medikamente, Alkohol, Hormone und Blutzellen.

Warum Überlastung problematisch ist

Zu viel von allem kann Deine Leber überfordern. Wenn Du zu viele Nahrungsergänzungsmittel nimmst, kann das zu Funktionseinschränkungen führen. Das Tückische: Eine Leberschädigung bleibt lange Zeit symptomlos, während die Leber ihre wichtigen Funktionen einschränkt.

Wie häufig sind Leberschäden durch Nahrungsergänzungsmittel?

Zahlen aus den USA

In den USA geht man davon aus, dass jeder fünfte Leberschaden mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zusammenhängt. Ein nationales Beobachtungsprogramm fand heraus, dass sich diese Problematik zwischen 2005 und 2014 fast verdreifacht hat. Nach dem DILIN-Register sind etwa 20 % aller akuten Leberschäden durch Nahrungsergänzungsmittel oder pflanzliche Heilmittel verursacht.

Welche Inhaltsstoffe sind besonders problematisch?

Pflanzliche Extrakte mit Risikopotenzial

Bestimmte pflanzliche Extrakte können bei Überdosierung oder falscher Anwendung Deine Leber schädigen. Dazu gehören:

  • Curcuma (Kurkuma): Wird für Entzündungen und Gesundheitsoptimierung verwendet. In der richtigen Dosierung kann es positiv wirken, bei übermäßigem Konsum aber das Gegenteil bewirken und hepatotoxisch wirken.
  • Grüntee-Extrakt: Wird zur Steigerung des Energielevels genutzt.
  • Traubensilberkerze: Wird traditionell verwendet.
  • Tamarinde (Garcinia cambogia): Wird zur Gewichtsreduktion eingesetzt.
  • Rotschimmelreis: Soll positive Auswirkungen auf die Herzgesundheit haben, vergleichbar mit Lovastatin.
  • Ashwagandha (Indischer Ginseng, Schlafbeere): Wird zur Verbesserung des Schlafverhaltens und Linderung von Angstzuständen verwendet.

Weitere potenzielle Risikostoffe

Möglicherweise leberschädigende Eigenschaften wurden auch bei Schöllkraut, Kava-Kava, Meerträubchen, Gamander, Bärlapp, Chaparral und Poleiminze gefunden.

Curcuma: Ein besonders verbreitetes Risiko

Warum Curcuma problematisch sein kann

Curcuma ist in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel sehr beliebt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt langfristig maximal 3 mg/kg Curcumin pro Körpergewicht pro Tag. Das entspricht bei einer Frau von 60 kg maximal 180 mg pro Tag.

Der Wirkverstärker-Effekt

Die Verwendung von Curcuma als Gewürzpflanze ist normalerweise unproblematisch, da Curcumin eine geringe Bioverfügbarkeit aufweist. Einigen Nahrungsergänzungspräparaten ist aber ein Wirkverstärker zugesetzt, der die Aufnahmefähigkeit im Darm – und damit auch die Toxizität – erhöht. Beispiele sind Piperin aus schwarzem Pfeffer oder Polysorbat. Seriöse Hersteller, die diese Verstärker nutzen, reduzieren dann die Curcumin-Menge im Präparat entsprechend.

Spezielle Empfehlungen für einzelne Stoffe

Rotschimmelreis: Nur mit ärztlicher Rücksprache

Aufgrund des Wechselwirkungspotenzials empfiehlt das BfR die Einnahme von Rotschimmelreis nur nach ärztlicher Rücksprache. Der fermentierte Reis enthält Monakolin K, was die Cholesterinsynthese in der Leber hemmt.

Ashwagandha: Eher vermeiden

Das BfR rät sogar gänzlich von Ashwagandha ab. Es gibt bereits Hinweise auf unerwünschte Wechselwirkungen mit Arzneimitteln sowie Fälle von Leberschädigungen bis zu akutem Leberversagen. Besonders Kinder und Schwangere scheinen empfindlich auf den indischen Ginseng zu reagieren.

Traubensilberkerze, Tamarinde und Rotschimmelreis: Fehlende Dosierungsvorgaben

Für diese Stoffe gibt es derzeit keine offiziellen Angaben, welche Dosierungen einzuhalten sind.

Welche Inhaltsstoffe können Deine Leber unterstützen?

Silymarin aus der Mariendistel

Silymarin ist ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Mariendistel. Studien zeigen, dass Silymarin einen positiven Einfluss auf die Lebergesundheit haben kann. Silymarin schützt die Leberzellen und hilft ihnen bei der Regeneration.

Zynarin aus der Artischocke

Zynarin aus der Artischocke zeigt in Studien positive Effekte auf die Lebergesundheit.

Gingerole aus dem Ingwer

Gingerole aus dem Ingwer haben laut Studienlage einen positiven Einfluss auf die Lebergesundheit.

Curcuminoide aus Kurkuma

In der Kurkumawurzel stecken ätherische Öle und Curcuminoide, die gesundheitsfördernd wirken können. Sie regen den Gallenfluss an und entlasten damit die Leber.

Cholin und Folsäure

Cholin ist eine quartäre Ammoniumverbindung und trägt zur Erhaltung der normalen Leberfunktion bei. Folsäure hat eine Funktion bei der Zellteilung.

Wann ist Deine Leber besonders gefährdet?

Vorerkrankungen erhöhen das Risiko

Vorerkrankungen der Leber können dazu führen, dass Nahrungsergänzungsmittel bereits in kleinen Mengen das Organ zusätzlich schädigen. Zu typischen Lebererkrankungen gehören die alkoholische oder nicht-alkoholische Fettleber, Leberentzündungen sowie die Leberzirrhose.

Nicht-alkoholische Fettleber

Diese zeichnet sich durch übermäßige Einlagerung von Fett im Organ aus. In schweren Fällen kann die Leber bis auf das Doppelte ihrer herkömmlichen Größe anwachsen. Langfristig entstehen Entzündungen, Verhärtungen oder gar eine Leberzirrhose, bei der die Leberzellen absterben.

Kombination mit Medikamenten

Je höher die Dosis und je mehr potenziell hepatotoxische Stoffe Du nimmst, desto höher ist das Risiko für eine Leberschädigung. Besonders problematisch ist die Kombination mit Arzneimitteln wie Statinen, Antibiotika, Immunsuppressiva, Tumormedikamenten oder Schmerzmitteln.

Weitere Risikofaktoren

Die Toxizität wird verstärkt durch Fasten, Mangelernährung, Alkohol und andere Arzneimittel, die das Cytochrom-P450-System induzieren. Komorbiditäten wie Fettleibigkeit und Diabetes sind mit einer erhöhten Inzidenz und Schwere von Leberschäden assoziiert.

Versteckte Gefahren in Nahrungsergänzungsmitteln

Nicht deklarierte Zusatzstoffe

Nahrungsergänzungsmittel können beabsichtigt oder unbeabsichtigt nicht deklarierte Zusatzstoffe beinhalten. Sowohl pflanzliche Beimischungen als auch Verunreinigungen durch Chemikalien, Schwermetalle oder Pestizide sind möglich.

Überdosierung und versteckte Wirkstoffe

Außerdem können den Nahrungsergänzungsmitteln apotheken- oder verschreibungspflichtige Wirkstoffe beigemischt werden, die nicht ausreichend deklariert werden. In Curcuma-Präparaten fanden sich beispielsweise schon Schmerzmittel, welche eine besonders gute Wirksamkeit vorgaukeln sollen. Die enthaltenen Stoffmengen fallen teilweise deutlich höher aus als die maximal empfohlenen Tagesdosen.

Was solltest Du beachten?

Rücksprache mit Fachpersonal

Meist erfolgt die Produktauswahl in Eigenregie, ohne Rücksprache mit Arzt oder Apotheke. Ein Beratungsgespräch in der Apotheke ist immer ratsam, besonders wenn Du bereits Arzneimittel nimmst, die die Leber belasten.

Regelmäßige Kontrollen bei Vorerkrankungen

Bei Patienten mit vorbestehender Lebererkrankung besteht ein erhöhtes Risiko für Leberschäden durch bestimmte Arzneimittel. Zusätzlich sollte bei der Belieferung oder auch Abholung von Arzneimitteln, welche die Leber belasten, nach der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln gefragt werden.

Die gute Nachricht: Regeneration ist möglich

Deine Leber regeneriert sich nach einiger Zeit wieder ganz von selbst, wenn eine Schädigung noch nicht zu weit fortgeschritten ist. Das verdeutlicht die Wichtigkeit einer umfassenden Aufklärung und bewussten Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln.

FAQ

Was sind die besten Nahrungsergänzungsmittel für die Lebergesundheit?

Zu den besten Nahrungsergänzungsmitteln für die Lebergesundheit gehören Silymarin aus der Mariendistel, Zynarin aus der Artischocke und Gingerole aus dem Ingwer. Diese Inhaltsstoffe können positiv zur Gesundheit Deiner Leber beitragen.

Wie oft kann ich Nahrungsergänzungsmittel für die Leber nehmen?

Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollte mit einem Arzt oder Apotheker besprochen werden. Generell ist es wichtig, die empfohlenen Dosierungen nicht zu überschreiten und auf die individuellen Bedürfnisse zu achten.

Worauf sollte ich beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln achten?

Achte beim Kauf auf transparente Inhaltsangaben, Empfehlungen für die Dosierung und möglicherweise auf spezifische Prüfzeichen oder Zertifikate. Beratung durch Fachpersonal ist ebenfalls ratsam.

Kann ich meine Leber mit Ernährung unterstützen?

Ja, eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Gemüse, Obst und Vollkornprodukten kann die Leberfunktion unterstützen. Vermeide übermäßigen Alkoholkonsum und fettreiche Lebensmittel.

Wie erkenne ich, ob meine Leber überlastet ist?

Symptome einer überlasteten Leber können Müdigkeit, Übelkeit oder Gelbsucht sein. Da viele Symptome aber unspezifisch sind, ist eine regelmäßige Untersuchung durch Deinen Arzt wichtig.

Was kann ich tun, wenn ich Leberschäden vermute?

Wenn Du vermutest, dass Deine Leber geschädigt ist, solltest Du umgehend einen Arzt aufsuchen. Eine frühzeitige Diagnose kann helfen, die Schädigung zu behandeln und die Gesundheit zu regenerieren.

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